Kritische Gedanken zu bewusstseinsverändernden Methoden wie Meditation, Hypnose, Trance 

von | Letzte Aktualisierung: 26/07/2022 | Veröffentlicht am 18/05/2022 | Medicine Woman, Persönlichkeitsentwicklung | 2 Kommentare

Techniken und Methoden zur Bewusstseinsveränderung oder Bewusstseinserweiterung gibt es viele. Warum möchte man sich das freiwillig antun? Meditation, Hypnose und Trance dienen dazu, Selbsterkenntnis zu erlangen. Diese drei werden unter anderem begleitet von Glückseligkeit, Freude und Ekstase und sind damit ein zutiefst menschliches Verlangen. Es gibt auch andere, „weichere“ Wege, um sich zu erforschen. Meine dringende Empfehlung ist, dabei gleichzeitig Schattenarbeit zu betreiben. Denn es gibt ja bekanntlich Geister, die man ruft und dann nicht mehr loswird.

 

Meditation: Der Yogini liebstes Ego-Killer-Tool

In der Kunaliniyoga-Lehrerinnen Ausbildung war das Meditieren eines der Hauptanliegen. Ich habe viele Übungen gelernt, um vor allem den Geist zu befrieden. Atemübungen, Übungen mit Mantras, Übungen, um die Energie aufsteigen zu lassen und einige mehr. Diese Übungen haben zum Ziel in Shunia zu verweilen. In diesem Nullpunkt, wo der Geist und das Ego still sind und man in eine totale Glückseligkeit fällt. Und ja, es stimmt, es klappt… Aber wehe, frau fällt aus diesem Zustand heraus, umso härter schlägt der Alltag wieder zu. 

Christian Meyer (Spiritueller Lehrer und Psychologe) spricht sogar davon, dass anstatt unangenehmen Gefühle wirklich gefühlt, diese verdrängt werden. 

Meditation gehört heute fast schon zum Lifestyle und natürlich ist diese auch nützlich. Der Rückzug ins stille Kämmerlein bringt meiner Meinung nach nichts. Meditation ist besonders wirkungsvoll, wenn sie während der Alltagsarbeit angewendet wird und nicht für Selbstoptimierungszwecke.

Merke: Alle Glückseligkeit ist wenig nachhaltig, wenn zuvor keine Aufarbeitung der Verletzungen (u.a. Schattenarbeit) betrieben wurde. UND: Auch Atmung kann high machen.

 

Hypnose: „Wer hat’s erfunden?“. Die Ärzt*innen, Psycholog*innen und Coaches

In meiner hypnosystemischen Coaching- sowie NLP-Ausbildung habe ich gelernt, wie die Kundin von einer Hypnose profitieren kann. Auch die Zahnärzt*innen und Traumaarbeiter*innen aller Couleur wenden diese Technik an. Die leichte Veränderung des Bewusstseins bewirkt Wunder – vor allem während der Behandlung ist die Begeisterung gross, doch leider ist das Ganze wenig nachhaltig. Immerhin konnte die Raucherinnenentwöhnung einen gewissen Erfolg verzeichnen. Wichtig bei der Hypnose ist, dass du der Hypnotiseurin glaubst und vertraust. Ich selber konnte auf diese Weise viele hinderliche Glaubenssätze bearbeiten.

Merke: Wenn du eher der analytische Typ bist und auch Angst vor dem Verlust der totalen Selbskontrolle hast, dann liegst du mit dieser Methode richtig.

 

Trance: Totale Hingabe und Auflösung

Meine über 25-jährige schamanische Erfahrung hat mich gelehrt: Es gibt keinen wilderen Weg zur Hingabe und Auflösung aller Grenzen, als die Trance. Die selbst herbeigeführte Trance, mittels Trommeln, Rasseln und/oder gleichbleibenden Bewegungen, kann dich in ungeahnte Höhen und gefährliche Tiefen führen. Entweder du  bist verrückt oder du hast ein unerschütterliches Vertrauen ins Leben oder beides. Diese Form des Sich-Vergessens und das Eintauchens in die Unendlichkeit hat einen unglaublichen Sog auf die Seele. Denn diese kennt den Weg.

Merke: Auch hier spült dir das Unbewusste und sogar das Transgenerationale Themen ins Bewusstsein, die unter Umständen nicht einfach zu bewältigen sind. Aber: Es gibt keinen effektiveren Weg zum Auffinden deiner Wahrheit.

 

Alkohol, Drogen, Rauchen & Kaffee: Kleine und grosse Fluchten

Auch gesellschaftlich anerkannte Drogen wie Kaffee oder andere Rauschmittel verändern das Bewusstsein. Da aber eine zielgerichtete Absicht fehlt, kann in diesem Zustand des Rausches häufig die Erkenntnis weder wahrgenommen, noch integriert werden, was sehr schade ist. Stattdessen wird der Konsum verstärkt und die Heiligkeit der Seelenreise geht im Alltag vollends verloren.

Von der Einnahme von giftigen Pilzen und anderen Drogen wie LSD rate ich kategorisch ab. Obwohl selbst nie eingenommen, erachte ich solche Halluzinogene der Psyche höchst abträglich.

Merke:  Ein regelmässiger und erhöhter Konsum kann sich sehr ungünstig auf die Psyche auswirken, ohne dass eine spirituelle Erfahrung gemacht wird.

 

Sexualität: „Der kleine Tod“

Auch beim Sex spielt die Bewusstseinsveränderung eine Rolle. Die totale Hingabe und das Verschmelzen mit dem Partner/der Partnerin kann allerhöchste Glücksgefühle auslösen. Zeit und Raum werden vergessen und wir sind im Paradies. Im Film „Irezumi“ muss sich die schöne Akane während der Tätowier-Prozedur dem Liebesspiel mit einem Lehrling des Künstlers hingeben. Während des Tätowierens ist sie somit weniger mit den Schmerzen beschäftigt.

Merke: Sexualität kann eine spirituelle Form der Selbsterkenntnis sein. Vertrauen und Intimität sind dabei die Keywords.

 

Neuronale Schwingungen bei Meditation, Hypnose und Trance u.a.

Die Hirnwellen haben je nach Tätigkeit andere Schwingungen.
– Die Alphawellen sind wirksam im Döszustand beim Tagträumen, Visualisieren  und in der Tiefenenstpannung.
– Bei den Betawellen sind wir im normalen Wachzustand.
– Bei Gamma-Wellen haben wir Verschmelzungs-Erfahrungen, die wir zum Beispiel während der Trance erleben.
– Delta-Wellen finden sich im Tiefschlaf oder bei der intuitiven Aufmerksamkeit, die Heiler*innen benötigen.
– Theta-Wellen treten auf im Tiefschlaf, bei tiefer Meditation oder bei der kreativen Arbeit.
(aus dem Netz)

 

Ultimative Tipps für angehende Medizinfrauen der neuen Zeit

Lass dir von einer erfahrenen Frau, die viele dieser bewusstseinsverändernden Methoden durchlebte und auch überlebte, sagen: Ehre und achte dein Verlangen nach Wahrheit, nach Weisheit, nach Glückseligkeit. Jede der erwähnten Methoden birgt Schattenseiten und Gefahren, wie das Leben selbst. Dennoch sind die Früchte der Erkenntnis süss. 

Hier eine kleine Vorsichts-Liste: 

  • Achte immer auf Körper und Psyche, denn es gibt auch ein Zuviel des Guten.
  • Lass dir von keinem Guru einreden, dass es andere Welten gibt! In dir selbst liegt alle Glückseligkeit und Stille.
  • Be-geisterung und Ekstase machen abhängig.
  • Auch beim Träumen, Lesen, Spazieren in der Natur, Schreiben, Singen u.v.m. wird ein bewusstseinsverändernder Zustand erreicht.
  • Wer behauptet, dass Trancereisen aus der Depression (oder Langeweile) führen können, lügt. Denn der Wechsel aus der Ekstase in den Alltag begünstigt schlechte psychische Zustände gar.

 

Mach es nicht wie ich: Wähle stattdessen einen sanften, weiblichen Weg, um dich zu erforschen! Werde eine Medizinfrau der neuen Zeit. Dare to Rise! 

In grosser Liebe und Fürsorge, deine Barbara-Mira

 

2 Kommentare

  1. Korina Dielschneider

    Danke, liebe Barbara-Mira, für diesen interessanten Beitrag. Insbesondere das Verdrängen der Gefühle durch Meditation hatte ich mir so noch nie überlegt. Es erscheint mir jedoch durchaus plausibel.

    Herzliche Grüße, Korina

    Antworten
    • Barbara-Mira

      Danke, liebe Korina für deine Einschätzung. Ich denke, dass Resultate bald in den Statistiken sichtbar werden, da sich die Praktiken so zum Lifestyle-Trend entwickelt haben. Herzliche Grüsse, deine BM

      Antworten

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